Fischlexikon

Fische bayerischer Gewässer

Durch Bayern ziehen sich Flüsse und Bäche mit einer Länge von über 100.000 km. Dazu kommen über 200 natürliche und zahlreiche künstlich angelegte Seen. Diese Vielfalt an Gewässern ist Lebensgrundlage der über 70 heimischen Fischarten in Bayern. Allerdings sind die meisten Fischarten, vom kleinen Stichling bis hin zum großen Wels, mehr oder weniger durch zahlreiche Beeinträchtigungen in ihren Lebensräumen bedroht.

Alle Langdistanzwanderer wie die Donaustörarten, der Lachs und die Meerforelle sind mit Ausnahme des Aals in Bayern ausgestorben. Dramatisch zeigt sich der Rückgang der Flussfischarten, speziell der Kieslaicher. Die Leitfischarten der Gewässerregionen können sich nur noch in 49 Prozent der Fließgewässer erfolgreich fortpflanzen. So wundert es nicht, dass mehr Fischarten in der Roten Liste gefährdeter Tiere in Bayern zu finden sind als in den Gewässern.

Das Fischlexikon zeigt die Vielfalt der bayerischen Fischfauna mit Angaben zu Biologie, Lebensraum und Lebensweise, Nahrung und Gefährdungsfaktoren.

Ohne die seit vielen Jahren durch Fischereivereine, Fischereiverbände und Fischereiverwaltung durchgeführten bestandsschützenden Maßnahmen und die vermehrt durchgeführten Gewässerrenaturierungen und ökologischen Gewässerbaumaßnahmen wären heute viele Fischarten noch weit stärker bedroht oder bereits verschwunden.

Alle Fotos © Andreas Hartl