Fischotter-Seminar Unterfranken

Der Fischotter breitet sich in Bayern wieder aus. Der Landesfischereiverband will in einem breit angelegten Projekt das Verbreitungsgebiet des Marders kartieren. Dazu sind wir auf die Unterstützung der Vereine angewiesen. In diesem Seminar vermitteln wir die Grundlagen der Biologie, der Spurensuche und verschiedener Monitoring-Methoden.

Bitte melden Sie sich verbindlich bis zum 7. Januar 2019 bei Frau Michaela Thiel an (michaela.thiel@lfvbayern.de; 089/64272648). Programmdetails und weitere Termine für die anderen Bezirke finden Sie auf unserer Seite unter Veranstaltungen. Anmeldung nur für Mitglieder des LFV möglich.

Große Fischotter-Umfrage

Der Landesfischereiverband Bayern führt im Rahmen des Projektes Fischotter eine Umfrage innerhalb der Fischerei durch. Dazu wurde ein Fragebogen erarbeitet, welcher sowohl in Papierform als auch online ausfüllbar ist. Der Fragebogen dient vor allem dazu, mehr Informationen zur aktuellen Verbreitung des Fischotters in Bayern zu erhalten. Eine Teilnahme an dieser Umfrage ist für uns von großem Wert und hilft uns eine bessere Datengrundlage zu schaffen. Ihre Daten werden vertraulich behandelt, eine Angabe zum Fischottervorkommen erfolgt allenfalls Landkreis-scharf.

Zur Online-Umfrage gelangen Sie hier.

Sie können den Fragebogen auch hier herunterladen und uns zurücksenden:

  • per Fax an 089/64 27 26-66
  • per E-Mail an michaela.thiel@lfvbayern.de zurücksenden
  • per Post an LFV Bayern e.V., Mittenheimer Straße 4, 85764 Oberschleißheim
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Veranstaltungen

Am 31. Juli 2017 fand die Vorstellung des Projekts Fischotter in den Räumen der Geschäftsstelle des LFV Bayern statt. Zu den teilnehmenden Gästen zählten unter anderem Vertreter der Fischerei, des StMELF, der LfL, des LfU sowie aus Sachsen und Österreich. In einem anschaulichen Vortrag wurden die bisherigen Untersuchungen, die Ziele des Projektes sowie der Umgang mit dem Fischotter in benachbarten Bundesländern sowie Tschechien und Österreich dargestellt. Im Anschluss fand eine rege Diskussionsrunde statt, welche die Ziele des Projekts als Kernthema beinhaltete. Einstimmig wurde verlautet, dass die steigenden Kosten für Entschädigungen von Fischotterschäden eine umfangreiche Studie zur Verbreitung und Populationsdichte des Fischotters an Fließgewässern erforderlich machen.

Den Vortrag zur Projektvorstellung abrufen:

Vortrag Projekt Fischotter.pdf
Vortrag Projekt Fischotter.pdf
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Dem Fischotter auf der Spur

Es gibt verschiedene Hinweise, die die Anwesenheit eines Otters am Gewässer bestätigen:

Fischotter-Trittsiegel:

Das Trittsiegel des Fischotters lässt sich gut von den Hunde-, Katzen- und Bärenartigen unterscheiden, da der Fischotter 5 Zehen hat (s. Abb. ). Einzig mit dem Trittsiegel des Waschbären oder anderer Maderartiger besteht Verwechslungsgefahr. Selbst auf optimalem Grund ist nur bei rund einem Drittel aller Trittsiegel der Fußabdruck vollständig. Die Schwimmhäute sind in den seltensten Fällen erkennbar. Es sind bis zu 20 verschiedene Trittbilder möglich, die von der Gangart abhängig sind. Zum Fotografieren von Trittsiegeln ist immer ein Maßstab zu verwenden, zudem ist die Spur immer senkrecht von oben zu fotografieren.

 

Scharrhaufen:

Der Fischotter macht besonders bei frisch angespülten Sandflächen so genannte „Scharrhaufen“.

 

Kotspuren:

Der Kot des Fischotters kann verschiedenste Formen und Farben aufweisen, allerdings hat er nur selten die Form einer Wurst. Sehr deutlich sind im Otterkot vor allem die Überreste seiner Nahrung, z.B. Schuppen und Gräten, erkennbar. Meist ist der frische Kot dunkelgrau, aber auch andere Farbtöne sind möglich. Auch Kot, welcher mit gelbem, grünlichem, braunem oder grau-weißem Schleim durchsetzt ist, kommt häufiger vor. Der Fischotter markiert vornehmlich an auffälligen Stellen in unmittelbarer Gewässernähe. Als Kotplätze dienen u.a. Steine, Baumwurzeln und kleine Halbinseln. Besonders häufig kotet er unter Brücken.

Sie vermuten einen Fischotter an ihrem Fließgewässer oder haben gar einen gesichtet? Verdächtige Kothaufen oder Trittsiegel deuten auf die Anwesenheit eines Fischotters hin? Melden Sie sich bei uns. Schicken Sie uns Fotonachweise, Kothaufen oder vereinbaren Sie einen Vor-Ort-Termin, um gemeinsam Spuren zu sichten und gegebenenfalls Wildkameras anzubringen. Einfach per E-Mail an: michaela.thiel@lfvbayern.de

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