Webinar – Umweltatlas

27 März @ 17:00 18:00

Umweltatlas – für was brauch ich den?

Brauchen Sie Informationen zu Ihrem Fischereigewässer. Wir erklären Ihnen in diesem Onlineseminar wie Sie mit Hilfe des „Umweltatlas“ diese ganz einfach im Internet abrufen können.

Teilnahmeinfos zu diesem und weiteren Seminaren folgen in Kürze!

Landesfischereiverband Bayern

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LFV-Pressemitteilung: FISCHOTTER BEDROHT FISCHEREI UND BIODIVERSITÄT

Klausurtagung des Landesfischereiverbands: Fischer fordern schnelles Handeln und mehr Unterstützung von der Politik

Oberschleißheim, 2.2.2024 – Die Jahresklausur des Landesfischereiverbands an der alle Präsidenten der sieben Bezirksfischereiverbände teilnahmen, diskutierte im oberpfälzischen Falkenberg intensiv den weiteren Umgang mit dem Fischotter. Nachdem der Bayerische Verwaltungsgerichtshof die Entnahmeverordnung kassiert hat, besteht für die Politik in drei Bereichen dringender Handlungsbedarf: Zusätzliche Unterstützung für betroffene Teichwirte, Änderung des Schutzstatus des Otters und Schutz der Fischbestände in Flüssen und Bächen.

Mehr Unterstützung für Teichwirte

Bayerns Teichwirte legten große Hoffnungen in die von Ministerpräsident Markus Söder vor der vergangenen Landtagswahl initiierte Fischotterverordnung, die im Frühjahr in Kraft trat. Seit der Aufhebung der Verordnung durch den Verwaltungsgerichtshof im November stehen sie nun wieder völlig im Regen. „Wir stehen wieder bei Null und können uns weiterhin nicht effizient vor dem Otter schützen. Die bestehenden Entschädigungen reichen daneben bei weitem nicht aus, um die Verluste zu decken,“ betont der für die Teichwirtschaft zuständige Vizepräsident des Landesfischereiverbands Alfred Stier. „Wir können unsere Teiche schon seit langem nicht mehr normal bewirtschaften. Wie in der Landwirtschaft schon länger üblich, brauchen auch wir Teichwirte bis zu einer rechtssicheren Neuregelung einen Erschwernisausgleich für betroffene Betriebe. Andernfalls geben noch mehr Kollegen auf und die Teichwirtschaft in Bayern ist bald nur noch Geschichte.“

Änderung des Schutzstatus für den Fischotter

Eines der größten Hindernisse für eine gesetzliche Entnahmeregelung für den Fischotter ist sein hoher und starrer Schutzstatus in der Europäischen Union. In Österreich ist beispielsweise der bundesweit günstige Erhaltungszustand festgestellt und dadurch sind dort Entnahmen zulässig. Im unmittelbar angrenzenden Bayern ist dies dagegen nicht möglich, weil in Deutschland national kein günstiger Erhaltungszustand besteht. Die Otter in den Nachbarländern Tschechien, Österreich und Bayern bilden jedoch eine zusammenhängende Population, die seit längerem expandiert. „Die Regulierung in Bayern scheitert aktuell auch an von Menschen gezogenen Verwaltungsgrenzen – die sind Wildtieren aber egal!“ moniert Axel Bartelt, Präsident des Landesfischereiverbands Bayern. „Unsere Teichwirte dürfen nicht länger dafür büßen, dass der Erhaltungszustand in Bayern zwar günstig, in anderen deutschen Bundesländern aber ungünstig oder nicht bekannt ist. Die EU muss endlich Möglichkeiten schaffen, Populationen von Wildtieren anhand ihrer tatsächlichen Verbreitung zu managen, unabhängig von Ländergrenzen.“

„Parallel zu den aktuellen Bestrebungen der EU-Kommission, den Schutzstatus beim Wolf herabzustufen, halten wir es für dringend erforderlich auch den Schutzstatus des Fischotters zu prüfen und entsprechend anzupassen,“ ergänzt Präsident Axel Bartelt. „Wir hoffen hier auf eine starke und schnelle Unterstützung durch die Bayerische Staatsregierung.“ Erste Gespräche mit Regierungsvertretern insbesondere am Rande der Grünen Woche in Berlin haben gezeigt, dass die Politik die Dringlichkeit durchaus erkannt hat.

Schutz gefährdeter Wildfischbestände

Die Wiederausbreitung des Fischotters ist auf der einen Seite Zeichen einer erfolgreichen europäischen Artenschutzpolitik. Mittlerweile wirft dieser Erfolg aber auch deutliche Schatten. Der zurückgekehrte Räuber bedroht nicht nur die Teichwirtschaft, auch Fließgewässer und deren Bewohner sind teils massiv betroffen. Otter jagen beispielsweise gezielt Fische an neuralgischen Punkten wie Fischaufstiegsanlagen und Laichplätzen. Exemplarisch dafür steht der Huchen, ebenfalls eine europarechtlich geschützte Art. Er kommt nur im Donaueinzugsgebiet vor, weshalb Bayern nationale Verantwortung für diese Fischart trägt. Für ihn ist der Otter inzwischen eine ernste Bedrohung, wie aktuelle Studien aus Bayern und Österreich belegen. „Es braucht also nicht nur ein Fischottermanagement für die Teichwirtschaft, sondern auch für freie Gewässer. Durch den absoluten Schutz des Fischotters breitet sich dieser rasant aus und andere, ebenso geschützte oder schützenswerte Tierarten sind die leidtragenden. Hier ist das Gleichgewicht in der Natur und die Biodiversität regional bereits erheblich gefährdet“, so Axel Bartelt.

Bildmaterial können Sie herunterladen unter:

https://www.dropbox.com/scl/fo/qnj9airsgo1d1iv9x3d76/h?rlkey=ef8h4nxvr4c6lcmne0z7my72u&dl=0

Bildunterschrift: Selbst Huchen mit knapp einem Meter Länge gehören zum Beuteschema des Fischotters. Die Überlebenschancen verletzter Fische sind äußerst gering.

Bildnachweis im Dateinamen

Weitere Informationen zum Fischotter in Bayern finden Sie in der LFV-Broschüre zum Download:

https://lfvbayern.de/download/fischotter-in-bayern?wpdmdl=3819&refresh=65ba7893f27281706719379&ind=1663766850492&filename=LFV_Fachbroschuere_Fischotter_DIN_A4_220912_ONLINE.pdf

Baggersee – Basics

Fischen belastet die Natur an Baggerseen nicht mehr als Spazierengehen

„Biodiversität, Angeln und Gesellschaft – Wissensbasierte Empfehlungen für ein nachhaltiges Fischereimanagement an Baggerseen“ heißt das neue Werk vom sogenannten Angelprofessor Robert Arlinghaus und seinem Forschungsteam am Leibniz-Institut für Gewässerökologie und Binnenfischerei. Das Buch sollte zum Inventar jedes Vereins zählen, der Baggerseen bewirtschaftet.

Das Werk fasst auf Basis wissenschaftlicher Studien die Grundlagen der guten fachlichen Praxis im angelfischereilichen Management an Baggerseen zusammen. Hier finden sich auch wichtige Erkenntnisse aus dem Störbagger-Projekt wieder, welches unter anderem durch den LFV Bayern gefördert und mitfinanziert wird.

Die Forschenden kommen zum Ergebnis, dass Baggerseen eine deutschlandweit wichtige Rolle für den Artenschutz und die Erholung durch den Menschen spielen. Sie werden jedes Jahr an vielen Millionen Besuchertagen zur Naherholung genutzt – auch von vielen Fischerinnen und Fischern. Für Niedersachsen ermittelte das Team von Robert Arlinghaus, dass zwar 41 Prozent der Niedersachsen an Baggerseen spazieren gehen, jedoch nur sechs Prozent dort angeln. Das Angeln an Baggerseen und die dortige angelfischereiliche Hege haben keine relevanten negativen Auswirkungen auf die Artenvielfalt und das Vorkommen bedrohter Arten.

Auf Vogelpopulationen hat das Uferangeln keinen pauschal negativen Effekt. Wenn Angelvereine Baggerseen im Sinne einer guten fachlichen Praxis hegen, hat dies sogar einen positiven Effekt für die gesamte Gesellschaft. Und das zum Nulltarif für die öffentliche Hand. Daher ist es aus Sicht der Forscher wenig sinnvoll, das Angeln aus naturschutzfachlichen Gründen selektiv einzuschränken oder zu verbieten, wenn andere Gewässernutzungen und insbesondere der Gemeingebrauch weiterhin erlaubt sind.

Das Buch „Biodiversität, Angeln und Gesellschaft – Wissensbasierte Empfehlungen für ein nachhaltiges Fischereimanagement an Baggerseen“ können sie ganz einfach über diesen link online herunterladen:

Biodiversität, Angeln und Gesellschaft

 

Projektbezogenen Mitarbeiter (m/w/d) im Referat III des Landesfischereiverbands Bayern e.V.

Stellenausschreibung für Projektbezogenen Mitarbeiter (m/w/d) im Referat III:

Kombistelle „Beratung lebensraumverbessernder Maßnahmen“ und „Evaluierung lebensraumverbessernder Maßnahmen“


Der Landesfischereiverband Bayern e.V. sucht zur Projektbearbeitung im Referat III (Fischerei, Gewässer- und Naturschutz) zum nächstmöglichen Zeitpunkt eine/n Mitarbeiter/in auf Vollzeitbasis mit 40 Stunden pro Woche. Die Stelle ist bis 31.12.2024 befristet. Die Möglichkeit einer optionalen Verlängerung besteht.

Arbeitsschwerpunkte für die zukünftige Tätigkeit im Referat III sind die Koordination und Kontrolle von naturschutzfachlich und ökologisch ausgerichteten Projekten mit Gewässerbezug sowie die Aufarbeitung, Interpretation und Präsentation der Ergebnisse, vorrangig in den Projekten „Beratung lebensraumverbessernder Maßnahmen“ und „Evaluierung lebensraumverbessernder Maßnahmen“

Die Tätigkeit beinhaltet einerseits die fachliche Beratung für lebensraumverbessernde Maßnahmen, die aus Mitteln der bayerischen Fischereiabgabe zur Verbesserung der Gewässerlebensräume beantragt werden können. Die zweite Teilstelle beinhaltet die Erfolgsprüfung und Evaluierung von lebensraumverbessernden Maßnahmen, die an Gewässern umgesetzt wurden. Neben der praktischen Arbeit im Feldversuch, sind weitere Auswertungen der bisherigen Erkenntnisse durchzuführen.

Einzelne Schritte und Inhalte der Projekte müssen hierbei mit anderen Referaten im Haus koordiniert werden.


An unsere/n zukünftige/n Mitarbeiter/in (m/w/d) stellen wir folgende Anforderungen:

  • Ausbildung mit naturschutzfachlichem Hintergrund, wie etwa Master. Biol., Master Umweltsicherung oder vergleichbarer Diplom- bzw. Masterabschluss
  • gutes Koordinationsvermögen, Selbstständigkeit sowie Teamfähigkeit und zudem ein hohes Maß an Zuverlässigkeit
  • sicheres Auftreten gegenüber Vertretern von Behörden, Unternehmen, Verbänden und Auftragnehmern sowie Verhandlungssicherheit auch in Konfliktsituationen
  • Kenntnisse zu rechtlichen Rahmenbedingungen (BNatSchG, NATURA 2000, WHG etc.)
  • Kenntnisse über für Mitteleuropa typische Gewässer- und Fischarten sowie deren aktuelle Situation
  • zeitliche Flexibilität, Bereitschaft auch an Wochenenden zu arbeiten, körperliche Belastbarkeit für Freilandtätigkeiten
  • technisches Verständnis und sichere EDV-Kenntnisse, Affinität zur Digitalisierung und neuen Medien, routinierter Umgang mit gängigen Office- und GIS-Programmen
  • Kenntnisse zu den statistischen Anwendungen sind von Vorteil
  • Führerschein KFZ (Bootsführerschein, Elektrofischereischein, Drohnenführerschein wünschenswert

Im Gegenzug bieten wir Ihnen:

  • Einen abwechslungsreichen, interessanten Arbeitsplatz mit gutem Netzwerk und der Möglichkeit, eigene Projekte zu gestalten und auch in andere Projekte Einblick zu gewinnen
  • Ein freundliches und kompetentes, generationenübergreifendes Team
  • Ein flexibles Gleitzeitmodell mit Anspruch auf Zeitausgleich
  • Flexibilität in der Gestaltung von Arbeitszeit und -ort, Homeoffice ist selbstverständlich
  • Familienfreundliches Arbeitsklima
  • Eine Anstellung vergütet nach TV-L, Einstieg entsprechend Ihrer Ausbildung und beruflichen Qualifikation
  • Möglichkeit für vermögenswirksame Leistungen
  • Bereitstellung mobiler Arbeitsgeräte (Laptop, Mobiltelefon)
  • Finanzierung von Fort- und Weiterbildung
  • Bereitstellung Dienst-KFZ für Dienstreisen

Bewerbungsschluss ist der 15.01.2024.

Wir freuen uns auf Ihre digitale Bewerbung, an poststelle@lfvbayern.de unter dem Stichwort „Bewerbung Ref III Lebensraumverbessernde Maßnahmen“ z.H. Herrn Schnell.

LFV Jahresbericht 2019/20

Informationen rund um den LFV Bayern und die Bayerische Fischerjugend: Leistungen, Aktivitäten und Engagement