Fisch des Jahres

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Fisch des Jahres 2020: Die Nase

Die Nase ist ein Vertreter der Karpfenfische. Als bodenorientierter Schwarmfisch ernährt sie sich hauptsächlich von pflanzlicher Kost. Mit ihrem scharfkantigen Nasenmaul weidet sie den Algenbewuchs vom Gewässergrund und lagert diesen dabei um. Sie verhindert somit das Überwuchern des Kieslückensystems und sichert gleichzeitig den Lebensraum für viele Kleinstlebewesen und die Kinderstube vieler kieslaichender Fischarten. Nasen haben somit eine wichtige Funktion in unseren Fließgewässern.

Fisch des Jahres 2019: Der Atlantische Lachs

Als Namensgeber der Familie der Salmoniden (Lachsfische) nimmt der Atlantische Lachs sowohl ökologisch als auch im Hinblick auf seine Lebensweise und seine Bedeutung für die Fischerei eine Sonderrolle ein.

Der Tanz des Jahres

Der Dreistachlige Stichling ist der Fisch des Jahres 2018

Mit der Wahl des Dreistachligen Stichlings (Gasterosteus aculeatus) zum Fisch des Jahres 2018 stellen der Deutsche Angelfischereiverband, das Bundesamt für Naturschutz und der Verband Deutscher Sporttaucher einen Vertreter der vielen heimischen Kleinfischarten in den Fokus. Damit möchten sie auf die Vielfalt und die komplexen Lebens- und Verhaltensweisen in unserer Fischfauna aufmerksam machen.

Wegen seines charakteristischen Aussehens, seines einzigartigen Balz- sowie Laich- und Brutpflegeverhaltens, das den meisten seit dem Biologieunterricht bekannt sein dürfte und der weiten Verbreitung, zählt der Dreistachlige Stichling zu den bekanntesten Fischarten Deutschlands und Bayerns.

Die meiste Zeit des Jahres lebt der Stichling in kleinen Schwärmen. Dieses gesellige Verhalten ändert sich während der Laichzeit, wenn die Männchen Territorien für sich beanspruchen und sie aggressiv gegen Eindringlinge verteidigen. Innerhalb dieses Areals prüft das Männchen gewissenhaft den Gewässergrund und baut an geeigneter Stelle über eine eigens angelegte Vertiefung im Substrat ein Nest aus Pflanzenteilen und anderem feinfaserigen Material, das es aus der nahen Umgebung zusammensammelt. Dabei scheut er auch nicht davor zurück das Baumaterial aus den Nestern seiner Artgenossen zu „klauen“. Die während der Laichzeit stark vergrößerte Niere produziert ein Sekret, das der Stichling als Klebstoff verwendet. Das stetige Rütteln beim Verkleben des Gebildes sorgt zudem dafür, dass sich die Struktur im Boden verankert. Ist der Bau abgeschlossen beginnt das farbenprächtige Männchen sogleich damit, Weibchen anzulocken. Dafür versucht er mit ruck- und sprungartigen Bewegungen auf sich und sein Nest aufmerksam zu machen und zeigt sein typisches Balzverhalten, das von Verhaltensbiologen als „Zick-Zack-Tanz“ beschrieben wird. Das Weibchen zeigt seinerseits die Paarungsbereitschaft an, indem es ihren durch den Laich prall gefüllten Bauch zur Schau stellt.

Zu Beginn des Laichakts schwimmen zuerst die Weibchen in das vorbereitete Nest und legen dort etwa 100 – 400 Eier ab. Direkt im Anschluss schlüpft das Männchen in das Nest, vertreibt das Weibchen und befruchtet die Eier. Dieser Akt kann sich mit verschiedenen Weibchen, die selbst auch mehrmals ablaichen, einige Male wiederholen. Dann beginnen für das Männchen die Vaterpflichten. Bis zum Schlupf der Brut nach etwa 7 bis 12 Tagen beziehen die „Väter“ ihren Wachposten am Nesteingang und versorgen das Gelege durch Fächeln mit den großen Brustflossen mit Frischwasser. Fortgespülte Eier sammeln sie wieder ein.

Ausführliche Informationen finden Sie in unserer Broschüre zum Fisch des Jahres 2018

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Fisch des Jahres 2018: Der Dreistachlige Stichling 360.31 KB 1444 downloads

Der Dreistachlige Stichling mag auf den ersten Blick unscheinbar wirken, der kleine...