Seeforelle

Seeforelle

Familie: Forellenfische (Salmonidae)
Gattung: Salmo – Art: Seeforelle (Salmo trutta F. lacustris)
Durchschnittliche Länge: 40 – 80 cm, max. 100 cm
Laichzeit: September – Dezember

Kennzeichen: Die Seeforelle besitzt einen langgestreckten, keulenförmigen Körper und eine relativ große Fettflosse. Typisch ist das silberne Schuppenkleid mit schwarzen Flecken oder Kreuzen. Allerdings variiert die Färbung stark nach Wohngewässer und der Herkunft der Fische. Die paarigen Flossen und die Afterflosse sind nicht gefleckt. Die Bauchseite ist weißlich. Zur Laichzeit ist die Färbung dunkler, graublau bis graugrün mit unregelmäßigen dunklen Flecken. Die Milchner bilden zur Laichzeit am Unterkiefer einen Laichhaken aus. Die Maulspalte reicht meist bis hinter das Auge.

Lebensraum und Lebensweise: Sie stellt eine besondere Standortform der Europäischen Forelle (Salmo trutta) dar, die hauptsächlich in tiefen, sauerstoffreichen Alpen- und Voralpenseen lebt. Die Jungfische halten sich eher im Mündungsbereich der Zuflüsse oder im Uferbereich auf; erwachsene Seeforellen leben meist in den Freiwasserzonen der Seen. Zur Laichzeit ziehen sie in die Zuflüsse hinauf. Die Eier werden auf kiesigem Grund in selbstgeschlagenen Gruben abgelegt und mit Kies bedeckt.

Nahrung: In der Jugend wirbellose Kleintiere, später hauptsächlich Fische.

Gefährdung: Fragmentierung des Lebensraums durch Querverbauungen. Zerstörung und Verlust der Laichplätze und Jungfischhabitate durch Querbauwerke. Kiesabbau in den Flussbetten.

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Schleie

Schleie

Familie: Karpfenfische (Cyprinidae)
Gattung: Tinca – Art: Schleie (Tinca tinca)
Durchschnittliche Länge: 35 – 45 cm, max. 65 cm
Laichzeit: Mai – Juli

Kennzeichen: Die Schleie besitzt einen mäßig hochrückigen Körper.  Die Flossen sind deutlich abgerundet, die Schwanzwurzel ist auffällig hoch. Das kleine endständige Maul ist vorstülpbar und besitzt im Maulwinkel je einen kurzen Bartfaden. Die Iris der Augen ist meist intensiv rot oder dunkelorange gefärbt. Sie besitzt sehr kleine Schuppen, die tief in der Haut sitzen und von einer dicken Schleimschicht überzogen sind. Die Schwanzflosse ist im Gegensatz zu den anderen Flossen nicht gerundet, sondern gerade. Die Geschlechter können an der unterschiedlichen Größe der Bauchflossen unterschieden werden. Diese sind beim Milchner wesentlich größer und weisen ebenfalls einen auffällig verdickten zweiten Strahl auf. Beim Rogner sind die Bauchflossen klein und spitz zulaufend. Das Schuppenkleid der Schleie ist olivgrün bis bräunlich-grünlich mit Messingglanz. Die Bauchseite ist gelblich. Eine gelbrote Farbvarietät, die sogenannte Goldschleie, wird oft als Zierfisch gehalten.

Lebensraum und Lebensweise: Stehende und langsam fließende Gewässer, Altarme und Stillgewässer mit schlammigem Untergrund und reichem Pflanzenbewuchs (Kraut- und Schilfzonen). Sie ist eine gesellige, sehr anpassungsfähige und gegenüber geringen Sauerstoffgehalten widerstandsfähige Art. Typisch ist ihr gemächliches Verhalten, nicht nur während der Nahrungsaufnahme. Tagsüber hält sie sich meist zwischen Pflanzenbeständen verborgen. Erst mit Beginn der Dämmerung durchwühlt sie den Boden nach Nahrung. Zur Laichzeit werden die klebrigen Eier an Wasserpflanzen abgelegt. Die ausschlüpfenden Larven haften mit ihren am Kopf befindlichen Klebedrüsen an den Wasserpflanzen, bis der Dottersackvorrat aufgebraucht ist. Den Winter verbringen Schleien eingegraben im Schlamm.

Nahrung: Kleine Bodentiere aller Art und Pflanzen bzw. verrottende Pflanzenreste.

Gefährdung: Zerstörung und Verlust der Laichplätze und Jungfischhabitate.

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Schlammpeitzger

Schlammpeitzger

Familie: Schmerlen (Cobitidae)
Gattung: Schlammpeitzger – Art: Europäischer Schlammpeitzger (Misgurnus fossilis)
Durchschnittliche Länge: 15 – 30 cm
Laichzeit: April – Juni

Kennzeichen: Der Schlammpeitzger besitzt einen walzenförmigen, vorn fast drehrunden, hinten seitlich zusammengedrückten Körper. Das kleine, unterständige Maul ist von zehn Barteln umgeben. Dabei sitzen sechs längere am Oberkiefer, vier kürzere am Unterkiefer. Die vorderen Nasenöffnungen sind röhrenartig verlängert. Die Haut besitzt eine dicke Schleimschicht und sehr kleine Schuppen. Die Schwanzflosse ist abgerundet. Die Brustflossen sind beim Milchner etwas länger als beim Rogner und spitz zulaufend. Die Färbung ist gelbbraun mit dunkelbraunen Längsbändern und vielen kleinen dunklen Punkten. Die Bauchseite ist ockergelb bis orangefarben. Es fehlen die für Schmerlen typischen ausklappbaren Augendorne.

Lebensraum und Lebensweise: Bewohnt flache, stehende oder langsam fließende Gewässer mit Schlammgrund. Er ist ein zählebiger, vorwiegend dämmerungs- und nachtaktiver Bodenfisch, der sich tagsüber meist zwischen Wasserpflanzen oder im weichen Untergrund verborgen hält. Als hervorragende Anpassung an extreme Bedingungen eutropher Gewässer, wie Austrocknung, Sauerstoffmangel und Faulschlammbildung ist beim Schlammpeitzger neben der Kiemenatmung die Haut- und Darmatmung besonders stark ausgeprägt. Für die Darmatmung steigt er an die Wasseroberfläche um Luft zu schlucken. Diese wird nach der Sauerstoffaufnahme über die Darmschleimhaut durch die Afteröffnung wieder ausgeschieden. Den Winter, sowie ein Trockenfallen des Gewässers überlebt er bis zu einem halben Meter tief eingegraben im Schlamm. In dieser Art Dauerschlaf mit verringerten Lebensfunktionen kann er bis zu einem Jahr ausharren. Auffallend ist sein Verhalten auf rasche oder starke Änderungen des Luftdrucks, wie es oft bei Gewittern der Fall ist. Hier ist er auch bei Tage sehr aktiv und steigt häufig an die Wasseroberfläche. Dieses Verhalten hat ihm den Beinamen „Wetterfisch“ eingebracht. Die Eier werden portionsweise abgelegt und haften an Wasserpflanzen oder Wurzeln. Die ausschlüpfenden Larven besitzen, wohl als Anpassung an Sauerstoffdefizite, fadenförmige, äußere Kiemen, die später zurückgebildet werden.

Nahrung: Kleine Schnecken, Muscheln, Krebse, Würmer und Insektenlarven.

Gefährdung: Verlust von Lebensraum (Auegewässer), Trockenlegungen, Drainagierungen, Sohlräumungen und Aalbesatz.

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Rutte

Rutte, Quappe, Trüsche

Familie: Dorsche (Gadidae)
Gattung: Lota – Art: Quappe (Lota lota)
Durchschnittliche Länge: 30 – 60 cm, max. 90 cm
Laichzeit: November – März

Kennzeichen: Die Rutte besitzt einen spindelförmigen Körper mit breitem Kopf. Die Maulspalte ist weit und leicht unterständig. Eine Bartel am Kinn weist sie als den einzigen Vertreter der Dorschfamilie im Süßwasser aus. Zwei sehr kurze Bartfäden sitzen an den Nasenöffnungen. Die Bauchflossen sind kehlständig. Sie besitzt zwei getrennte Rückenflossen und eine lange Afterflosse. Die Schwanzflosse ist abgerundet. Der Körper ist mit kleinen, zarten Schuppen bedeckt. Das perfekt an den Untergrund angepasste Schuppenkleid ist auf dem Rücken graugrün, oliv oder braun gefärbt mit dunkler Marmorierung. Die Unterseite ist grauweiß gefärbt.

Lebensraum und Lebensweise: Sie bewohnt kühle, klare und sauerstoffreiche Still- und Fließgewässer. Die Nahrungsaufnahme erfolgt vor allem in der Dämmerung und nachts sowie vor allem in der kalten Jahreszeit. Im Sommer hält sie bisweilen längere Ruhephasen. Zur Laichzeit zieht sie häufig stromaufwärts und laicht über sandig-kiesigen Stellen ab. Die Eier enthalten ein großes Ölkügelchen im Dotter, so dass sie leicht verdriftet werden können.

Nahrung: In der Jugend: Kleintiere wie Wasserasseln und Insektenlarven, später Laich sowie Fische und Frösche.

Gefährdung: Gewässerverschmutzung. Fragmentierung des Lebensraums durch Querverbauungen. Mangel an geeigneten Gewässerstrukturen. Als Nahrungskonkurrent kann der Aal Einfluss auf die Ruttenpopulation haben.

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Rußnase

Rußnase, Zährte

Familie: Karpfenfische (Cyprinidae)
Gattung: Vimba – Art: Zährte (Vimba vimba)
Durchschnittliche Länge: 30 – 40 cm
Laichzeit: Mai – Juli

Kennzeichen: Die Rußnase besitzt einen langgestreckten, seitlich abgeflachten Körper. Das Maul ist stark unterständig, vorstülpbar und hufeisenförmig gebogen. Charakteristisch ist die dunkle kegelförmige und nasenartig vorragende Schnauze. Die Afterflosse der Rußnase ist vergleichsweise lang, die der Nase hingegen kurz. Das Schuppenkleid ist an der Oberseite dunkelgrau bis bläulichgrau, ebenso wie die Schnauze („Rußnase“). Die Seiten sind silbrig, der Bauch ist silbrigweiß. Brust-, Bauch-, und Afterflossen sind blassgelb und an der Basis orangegelb. Zur Laichzeit tragen beide Geschlechter ein Hochzeitskleid und einen feinkörnigen Laichausschlag, der den ganzen Körper bedecken kann. Färbung und Laichausschlag ist allerdings beim Milchner deutlicher ausgeprägt. In südbayerischen Seen kommt eine eigene Art, der sog. „Seerüßling“ vor.

Lebensraum und Lebensweise: Sie lebt als bodennaher Schwarmfisch vor allem in der Brachsen- und Barbenregion. Es kommen sechs verschiedene geografische Rassen in den mittleren Abschnitten und Unterläufen größerer Flüsse sowie in einigen Seen vor. Diese bilden sowohl stationäre als auch wandernde Populationen aus. Während der Laichzeit zieht sie in großen Schwärmen, weite Strecken die Flüsse hinauf. Dort laicht sie über steinig-kiesigem Grund ab. Die klebrigen Eier werden an flachen, kiesigen oder pflanzenbestandenen Stellen abgelegt und haften am Substrat.

Nahrung: Schnecken, Würmer, Insektenlarven und Kleinkrebse.

Gefährdung: Gewässerverbau und Fragmentierung des Lebensraums durch Querverbauungen. Verlust der Laichplätze.

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Rotfeder

Rotfeder

Familie: Karpfenfische (Cyprinidae)
Gattung: Scardinius – Art: Rotfeder (Scardinius erythrophthalmus)
Durchschnittliche Länge: 20 – 30 cm
Laichzeit: April – Mai

Kennzeichen: Die Rotfeder besitzt einen hochrückigen, kompakten Körper. Das Maul ist deutlich oberständig mit schräg nach oben stehender Maulspalte. Die Iris ist mehr oder weniger gelblich. Die Rückenflosse beginnt im Gegensatz zum Rotauge deutlich hinter dem Bauchflossenansatz. Die Flossen sind hellrot bis kräftig rot gefärbt. Die großen Schuppen bilden an der Bauchseite zwischen Bauch- und Afterflosse einen dachziegelartigen Kiel. Die Färbung ist grausilbrig bis messingfarben glänzend. Verwechslungsgefahr besteht mit dem Rotauge.

Lebensraum und Lebensweise: Schwarmfisch, der stehende oder langsam fließende Gewässer mit reichlich Pflanzenbewuchs bewohnt. Sie hält sich gerne in Ufernähe und in Oberflächennähe auf. Zur Laichzeit tragen die Milchner einen feinkörnigen Laichausschlag. Die klebrigen Eier werden an flachen, vegetationsreichen Stellen abgelegt. Nach dem Schlupf heften sich die Larven mit ihren am Kopf befindlichen Klebedrüsen an Substrat fest, bis der Dottersackvorrat aufgebraucht ist. Kreuzungen mit anderen karpfenartigen Fischen wie Rotfeder, Brachse oder Laube sind möglich.

Nahrung: Weichblättrige Wasserpflanzen, Algen sowie Würmer, Insektenlarven, Schnecken und Anflugnahrung.

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Rotauge

Rotauge

Familie: Karpfenfische (Cyprinidae)
Gattung: Rutilus – Art: Rotauge (Rutilus rutilus)
Durchschnittliche Länge: 15 – 20 cm, max: 40 cm
Laichzeit: April – Mai

Kennzeichen: Das Rotauge besitzt einen, je nach verfügbaren Nahrungsangebot im Gewässer abhängigen, mehr oder weniger hochrückigen Körper. Das Maul ist klein und endständig; die Maulspalte reicht bis zum Auge zurück. Die Schuppen sind relativ groß. Die Iris ist gelbrot. Die Rückenflosse beginnt senkrecht über dem Bauchflossenansatz. Die Bauchseite zwischen Bauch- und Afterflosse ist gerundet, nicht gekielt. Die Färbung der Flossen ist sehr variabel, meist jedoch orange. Die Färbung ist oft silbergrau mit gelblichen Schimmer und grüngrauer Rückenpartie. Große Verwechslungsgefahr besteht mit der Rotfeder.

Lebensraum und Lebensweise: Schwarmfisch, der stehende und langsam fließende Gewässer bewohnt. Das Rotauge ist sehr anpassungsfähig und stellt keine besonderen Ansprüche an Lebensraum und Wasserqualität. Zur Laichzeit entwickelt der Milchner einen feinkörnigen Laichausschlag. Das Ablaichen erfolgt in Gruppen im Flachwasserbereich an Pflanzen, Wurzeln oder Steinen. Nach dem Schlupf heften sich die Larven, mit ihren am Kopf befindlichen Klebedrüsen, an Substrat fest, bis der Dottersackvorrat aufgebraucht ist. Kreuzungen mit anderen karpfenartigen Fischen wie Rotfeder, Brachse oder Laube sind möglich. Bei ungünstiger Nahrungssituation kommt es zur Massenentwicklung und zum Zwergwuchs (Verbuttung). Sie ist ein wichtiger Futterfisch für Raubfische.

Nahrung: Zooplankton, Würmer, Schnecken, Muscheln, Kleinkrebse, Insektenlarven und Wasserpflanzen.

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Rapfen

Rapfen, Schied

Familie: Karpfenfische (Cyprinidae)
Gattung: Aspius – Art: Rapfen (Aspius aspius)
Durchschnittliche Länge: 40 – 80 cm
Laichzeit: April – Juni

Kennzeichen: Der Schied besitzt einen schlanken, langgestreckten und seitlich abgeflachten Körper. Der Kopf ist spitz zulaufend mit weiter leicht oberständiger Maulspalte, die bis unter das Auge reicht. Der kräftige Unterkiefer ist verdickt und besitzt einen „Höcker“ der in die Kerbe im etwas längeren Oberkiefer passt. Augen und Schuppen sind vergleichsweise klein. Die Afterflosse ist deutlich eingebuchtet. Der Außenrand der Rücken- und Afterflosse ist beim Rapfen im Gegensatz zum Aitel immer nach innen gewölbt. Das Schuppenkleid ist silbrig und hat einen gelblich-grünen Schimmer. Obwohl der Rapfen zur Familie der Karpfenfische gehört und keine Zähne hat, ist er ein echter Raubfisch.

Lebensraum und Lebensweise: Er bewohnt größere Fließgewässer der Barbenregion und durchströmte Seen. Als Jungfisch lebt er eher gesellig, im Alter als Einzelgänger. Zur Fortpflanzung trägt der Milchner einen Laichausschlag. Die Eier werden über stark überströmten, kiesigen Stellen abgelegt und entwickeln sich zunächst im Kieslückensystem.

Nahrung: Kleintiere, später Fische und gelegentlich auch Frösche, Mäuse und kleine Vögel.

Gefährdung: Gewässerverbau, Monotonisierung und Verschlammung. Verlust der Laichplätze.

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Renke

Renke, Maräne, Felchen

Familie: Coregonidae
Gattung: Coregonus
Durchschnittliche Länge: 25 – 45 cm, max. 70 cm
Laichzeit: November – Januar (Alpenseepopulation)

Kennzeichen: Die einzelnen Vertreter der Renkenfamilie sind anhand ihrer äußeren Merkmale kaum zu unterscheiden. Einen Anhaltspunkt liefert die durchschnittliche Anzahl der Kiemenreusendornen einer Population. Gemeinsames Merkmal dieser heringsähnlichen Fische ist jedoch die kleine Fettflosse. Der Körper ist langgestreckt und seitlich zusammengedrückt. Der Kopf ist klein mit je nach Ökotyp endständiger oder unterständiger Maulspalte. Das Auge ist groß mit tropfenförmiger Pupille, deren Spitze nach vorne zeigt. Die Schwanzflosse ist tief eingeschnitten. Der Rücken ist bläulichgrün bis dunkelgrün, die Seiten und der Bauch sind silbrigweiß.

Lebensraum und Lebensweise: Stationäre Populationen bewohnen größere, nährstoffarme und klare Alpen- und Voralpenseen. Man kann hier zwei ökologische Formen unterscheiden: eher kleinwüchsige Schwebrenken und großwüchsige Bodenrenken. Erstere halten sich im Freiwasser auf und filtern mit Hilfe ihrer Kiemenreusendornen Planktontiere aus dem Wasser. Letztere halten sich überwiegend in Grundnähe auf und fressen Kleintiere des Gewässerbodens. Die Milchner bilden während der Laichzeit einen deutlichen Laichausschlag aus. Nach dem Ablaichen im Freiwasser oder über ufernahen Sand- oder Geröllboden, sinken die Eier zu Boden.

Nahrung: Plankton bzw. Insektenlarven, Würmer und Schnecken.

Gefährdung: Gewässerverschmutzung. Überfischung und Fraßdruck durch Vögel. Eingeschränktes Verbreitungsgebiet.

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Regenbogenforelle

Regenbogenforelle

Familie: Forellenfische (Salmonidae)
Gattung: Oncorhynchus – Art: Regenbogenforelle (Oncorhynchus mykiss)
Durchschnittliche Länge: 25 – 60 cm, max. 75 cm
Laichzeit: Oktober – Mai (je nach Stamm)

Kennzeichen: Die Regenbogenforelle besitzt einen spindelförmigen Körper mit stumpfer Schnauze und weiter Maulspalte. Sie besitzt eine Fettflosse. Der Rücken ist bräunlich bis oliv, die Seiten sind heller gefärbt. Charakteristisch sind die vielen kleinen dunklen Tupfen auf Kopf, Körper, Rücken-, Fett- und Schwanzflosse sowie das rosa schillernde Längsband auf den Körperseiten. Eine natürliche Fortpflanzung der Regenbogenforelle in unseren Gewässern ist zwar nachgewiesen findet jedoch eher selten statt.

Lebensraum und Lebensweise: Sie wurde um 1880 aus Nordamerika eingeführt. Sie liebt klare, kühle und sauerstoffreiche Fließgewässer, ist jedoch gegenüber höheren Temperaturen und geringerem Sauerstoffgehalt unempfindlicher als die Bachforelle. Deshalb und aufgrund der Schnellwüchsigkeit ist sie ein beliebter Fisch in der Teichwirtschaft.

Nahrung: Insektenlarven, Bachflohkrebse, Anfluginsekten und Fische.

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Perlfisch

Perlfisch

Familie: Karpfenfische (Cyprinidae)
Gattung: Rutilus – Art: Perlfisch (Rutilus meidingerii)
Durchschnittliche Länge: 45 – 55 cm, max. 75 cm
Laichzeit: April – Mai

Kennzeichen: Der Perlfisch besitzt einen schlanken, im Querschnitt fast drehrunden Körper. Der Rücken ist graubraun gefärbt, die Flanken schimmern silbrig. Das Maul ist eher klein und leicht unterständig. Die Schuppen sind klein. Die Schwanzflosse ist auffällig tief gegabelt und der Schwanzstiel relativ schlank. Er gehört zu den großwüchsigen Cypriniden.

Lebensraum und Lebensweise: Er lebt in kleinen Schwärmen in einigen Seen sowie deren Zu- und Abflüssen im Einzugsgebiet der oberen Donau in Bayern und Österreich. Während der wärmeren Jahreszeit hält er sich gerne in Ufernähe auf. Dort mischt er sich gerne unter die Schwärme von Aitel und Brachsen. Während der Wintermonate zieht sich der Perlfisch in tiefere Gewässerregionen zurück. Während der Laichzeit ziehen die Fische in Schwärmen in die Zu-, aber auch Abflüsse der Seen. Die Milchner tragen während der Laichzeit einen auffälligen und grobkörnigen Laichausschlag. Besonders viele Laichwarzen sitzen im Kopfbereich, speziell auf der Schnauze.

Nahrung: Insektenlarven, Schnecken, Kleinkrebse, Muscheln.

Gefährdung: Fragmentierung des Lebensraums durch Querverbauungen und fischfressende Vögel.

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Nerfling

Nerfling, Aland

Familie: Karpfenfische (Cyprinidae)
Gattung: Leuciscus – Art: Nerfling (Leuciscus idus)
Durchschnittliche Länge: 30 – 50 cm
Laichzeit: März – Mai

Kennzeichen: Der Nerfling besitzt einen etwas hochrückigen seitlich abgeflachten Körper mit kleinem Kopf. Die Maulspalte ist schmal, endständig und leicht nach oben gerichtet. Die Iris ist meist goldgelb gefärbt. Verwechslungsgefahr besteht vor allem mit dem Aitel. Dieser hat jedoch eine deutlich schlankere Kopfform und eine tiefere Maulspalte, die bis zum Auge reicht. Rotauge und Rotfeder besitzen deutlich größere Schuppen. Der Frauennerfling hat ein unterständiges Maul und viel größere Schuppen. Das Schuppenkleid ist silbrig, der Rücken ist grünlichgrau bis bläulichgrau. Brust-, Bauch- und Afterflosse sind rötlich. Zur Laichzeit zeigen beide Geschlechter einen Messingglanz an den Flanken. Der Milchner besitzt einen Laichausschlag.

Lebensraum und Lebensweise: Er bewohnt die Barben- und Brachsenregion, also die Unterläufe mittlerer und größerer Fließgewässer sowie Seen. Während des Jahres lebt er in kleinen Schwärmen und hält sich bevorzugt nahe der Wasseroberfläche manchmal auch in Grundnähe auf. Zur Fortpflanzung zieht der Nerfling in Schwärmen in die Flussoberläufe. Die klebrigen Eier werden auf Steinen oder Wasserpflanzen abgelegt. Eine orangefarbene Varietät ist die Goldorfe, die als Zierfisch gezüchtet wird.

Nahrung: Als Jungfische tierisches und pflanzliches Plankton, später Würmer, Kleinkrebse, Schnecken, Insektenlarven und kleine Fische.

Gefährdung: Gewässerverbau und Fragmentierung des Lebensraums durch Querverbauungen. Verlust der Laichplätze.

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Nase

Nase

Familie: Karpfenfische (Cyprinidae) 
Gattung: Chondrostoma – Art: Nase (Chondrostoma nasus)
Durchschnittliche Länge: 25 – 50 cm, max. 65 cm
Laichzeit: März – Mai

Kennzeichen: Die Nase besitzt einen spindelförmigen Körper mit stumpfer, weit vorstehender Schnauze. Die Unterlippe des unterständigen Mauls besitzt einen hornigen Überzug mit scharfkantigen Rand. Der Rücken ist graugrünlich, die Seiten silbrig und der Bauch weiß gefärbt. Alle Flossen sind, bis auf die Rückenflosse, rötlich. Zur Laichzeit sind die Farben ausgeprägter. Beide Geschlechter zeigen einen Laichausschlag, der jedoch beim Milchner ausgeprägter ist.

Lebensraum und Lebensweise: Sie bewohnt schnell fließende Gewässer der Barben- und Äschenregion. In Seen ist sie selten anzutreffen. Die Nase ist ein bodennaher Schwarmfisch. Sie schabt die Nahrung mit ihrem scharfkantigen Maul von Steinen des Untergrundes ab. Zum Laichen zieht sie in Schwärmen in die Flussoberläufe. Das Ablaichen findet an sehr seichten und stark strömenden Stellen mit kiesigem bis grobsteinigen Grund statt. Die klebrigen Eier haften an den Steinen.

Nahrung: Kleintiere und Algen.

Gefährdung: Fischfressende Vögel wie Kormoran und Gänsesäger, Fehlen von Laichplätzen und Jungfischhabitaten, Wanderbarrieren.

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Mühlkoppe

Mühlkoppe, Groppe, Koppe

Familie: Groppen (Cottidae)
Gattung: Cottus – Art: Groppe (Cottus gobio)
Durchschnittliche Länge: 10 – 15 cm
Laichzeit: Februar – Mai

Kennzeichen: Die Mühlkoppe besitzt einen schuppenlosen, keulenförmigen Körper mit großem Kopf, breitem Maul und endständiger Maulspalte. Sie hat große Brustflossen, zwei miteinander verbundene Rückenflossen, brustständige Bauchflossen und keine Schwimmblase. Die Kiemendeckel tragen je einen kräftigen Dorn. Die Färbung ist stark vom Wohngewässer abhängig. Meist ist die Oberseite gräulich, ocker oder braun, mit unregelmäßigen Flecken. Die Bauchseite ist heller.

Lebensraum und Lebensweise: Der wenig bewegliche Kleinfisch bewohnt klare, sauerstoffreiche Fließgewässer und Seen mit steinigem bis sandigem Grund. Typischer Begleitfisch der Forellenregion. Passt sich in der Farbgebung dem Untergrund perfekt an. Sie ist ein überwiegend dämmerungs- und nachtaktiver Bodenfisch. Auffällig ist die robbende Fortbewegungsweise auf den kräftigen Brustflossen. Zur Laichzeit legt der Rogner die Eier entweder in einer vom Milchner vorbereiteten Laichgrube oder an der Unterseite eines hohlliegenden Steins in Klumpen ab. Der Milchner betreibt Brutpflege.

Nahrung: Insektenlarven, Bachflohkrebse, Fischlaich und –brut.

Gefährdung: Gewässerbau- und Unterhaltungsmaßnahmen. Querbauwerke, Gewässerverschmutzung (Abwassereinleitung, Nährstoffeintrag, Verschlammung). Verlust der Strukturvielfalt.

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