Erfolgskontrolle Seeforelle an der Tiroler Ache

Durch die Umsetzung von zahlreichen Arten- und Gewässerschutzprojekten, setzt sich der Landesfischereiverband Bayern e.V. als anerkannter Naturschutzverband bayernweit für gefährdete Fischarten sowie den Erhalt eines intakten aquatischen Ökosystems ein.

Maßgebend ist hierfür die Förderung spezifischer gewässertypischer Fischzönosen. Aufgrund der unterschiedlichen naturräumlichen Gegebenheiten sind diese meist sehr divers ausgeprägt. Endemische Arten, wie beispielsweise die Seeforelle (Salmo trutta forma lacustris). Der Tiroler Ache als Zulauf des Chiemsees, welcher einer der wichtigsten Lebensräume für die vom Aussterben bedrohte bayerische Seeforelle darstellt, kommt somit eine zentrale Bedeutung als Laichgewässer zu. Seit 2013 laufen an der Trioler Ache seitens des LFV die Bemühungen zur Wiederansiedelung der Seeforelle (Kartierung der Laichhabitate, einbringen von befruchteten Seeforelleneiern, Besatz mit juvenilen Seeforellen usw.). Um in Erfahrung zu bringen, ob die durchgeführten Maßnahmen bereits greifen, soll ein breit angelegtes Monitoring erfolgen.

Nähere Angaben zu Art und Umfang der zu erbringenden Leistungen finden Sie in beigefügtem Leistungsverzeichnis:

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Sofern Sie Interesse an der Durchführung des dazu vorgesehenen Auftrags haben, bitten wir Sie um ein schriftliches Kosten-Angebot bis zum 15.2.2018, vorzugsweise per E-Mail an poststelle@lfvbayern.de mit dem Betreff „Bewerbung Seeforelle“

oder postalisch an

Landesfischereiverband Bayern e.V.
Mittenheimer Str. 4
85764 Oberschleißheim
z. Hd. Robert Asner

Für Fragen oder Anregungen zur Durchführung des Auftrages, wenden Sie sich bitte an Ihren Ansprechpartner im Referat III (Fischerei, Gewässer- und Naturschutz):

Robert Asner
E-Mail: robert.asner@lfvbayern.de
Tel: 089-64 27 26 24
Fax: 089-64 27 26 66

Für Fragen stehe ich Ihnen jederzeit gerne zur Verfügung.

Lebensraumfunktion in Fischaufstiegsanlagen

Durch die Umsetzung von zahlreichen Arten- und Gewässerschutzprojekten, setzt sich der Landesfischereiverband Bayern e.V. als anerkannter Naturschutzverband bayernweit für gefährdete Fischarten sowie den Erhalt eines intakten aquatischen Ökosystems ein.

Im Rahmen des Wasserhaushaltsgesetzes und EU- Richtlinien besteht vor allem an anthropogen beeinträchtigten Gewässern die Verpflichtung zur Schaffung einer lateralen und longitudinalen fischökologischen Durchgängigkeit. Anforderungen bezüglich hydraulischen sowie bautechnischen Bemessungen werden durch das Merkblatt DWA-M509 sowie dem Praxishandbuch Fischaufstiegsanlagen in Bayern publiziert.

Vor allem in stauüberprägten strukturlosen Fließgewässern können durch entsprechend ausgestaltete Fischaufstiegsanlagen wichtige Lebensräume für aquatische Organismen zur Verfügung gestellt werden. Im Rahmen dieses Projektes sollen Gestaltungsmöglichkeiten von Fischaufstiegsanlagen hinsichtlich ihrer Lebensraumfunktion analysiert werden. Ziel der Untersuchungen ist ein mögliches Best- Practice Model zur Gewährleistung einer Lebensraumfunktion in Fischaufstiegsanlagen zu erarbeiten.
Zu Erarbeitung dieser Fragestellungen werden Untersuchungen zum Fischbestand sowie essentiellen Schlüsselhabitaten an unterschiedlichen Standorten in Bayern durchgeführt.

Nähere Angaben zu Art und Umfang der zu erbringenden Leistungen finden Sie in beigefügtem Leistungsverzeichnis:

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Sofern Sie Interesse an der Durchführung des dazu vorgesehenen Auftrags haben, bitten wir Sie um ein schriftliches Kosten-Angebot bis zum 16.2.2018,
vorzugsweise per E-Mail an poststelle@lfvbayern.de mit dem Betreff „Bewerbung FAA“
oder postalisch an

Landesfischereiverband Bayern e.V.
Mittenheimer Str. 4
85764 Oberschleißheim
z. Hd. Lena Meier

Für Fragen oder Anregungen zur Durchführung des Auftrages, wenden Sie sich bitte an Ihren Ansprechpartner im Referat III (Fischerei, Gewässer- und Naturschutz):

Lena Meier
E-Mail: lena.meier@lfvbayern.de
Tel: 089-64 27 26 49
Fax: 089-64 27 26 66

Für Fragen stehe ich Ihnen jederzeit gerne zur Verfügung.

März: Die Barbe

ist ein geselliger Fisch. Sie bewohnt sauerstoffreiche, sommerwarme und strukturreiche Fließgewässer. Sie lebt oft im Oberlauf von Flüssen gemeinsam mit Forellen und Äschen, kommt aber auch im Unterlauf vor. Selten ist sie am selben Ort anzutreffen. Barben wandern in kleinen Gruppen bis zu 10 km am Tag auf der Suche nach geeigneter Nahrung. Diese spüren sie mit ihren vier Barteln am Gewässergrund auf. In der Laichzeit von April bis Juli wandern sie in großen Schwärmen flussaufwärts. Die Laichplätze liegen an seichten, stark überströmten Kiesbänken. Barben sind Langstreckenwanderer, wenn es möglich ist, legen sie bis zu 100 km zurück. Der Rückgang dieser Art ist hauptsächlich auf die Zerstückelung ihres Lebensraumes durch unzählige Barrieren im Fluss zurückzuführen. In der Folge mangelt es an Laichplätzen, Nahrungsgründen und geeigneten Jungfischlebensräumen.

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Februar: Der Rote Milan

war vor nicht allzu langer Zeit noch ein im Bestand bedrohter Greifvogel. Inzwischen ist er wieder häufiger zu beobachten. Im Flug ist der Vogel leicht an seinem tief eingekerbten, gegabelten Stol1 (Schwanz) zu erkennen. Er nutzt gerne warme aufsteigende Luft, um ohne Flϋgelschlag ϋber seinem Jagdgebiet zu kreisen. Seine extrem scharfen Augen entdecken auch aus hundert Metern Hohe eine Maus im Stoppelfeld. lm Sturzflug jagt der Μilan an und ist meist erfolgreich. Einmal in den Fängen des Vogels, entkommt kein Beutetier mehr. Milane nehmen gerne aber auch Aas. Wenn es auf den Winter zugeht, weichen die Rotmilane in mildere Zonen Europas aus. Rechtzeitig im nächsten Frϋhjahr kehren sie zurϋck, besetzen und verteidigen ihr angestammtes Brutrevier.

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April: Die Wachtel

ist der kleinste bei uns immer seltener vorkommende Hühnervogel. Sie ist ein Zugvogel und verbringt den Winter in südlichen Ländern. Dabei zieht sie über Nordafrika bis Ostafrika und nach Arabien. Erst Anfang Mai kehrt sie zurück. Zuerst kommen die Hähne und suchen ihr Revier. Mit ihrem Ruf, dem „Wachtelschlag“ , zeigen sie Rivalen, dass das Revier schon besetzt ist. Gleichzeitig werben sie damit auch um die inzwischen eingetroffenen Hennen. „ Pickperwick“ tönt es leise, aber trotzdem gut vernehmbar, in offenen Feld- und Grünlandgebieten. Manchmal kann man den Wachtelschlag auch in hellen Nächten hören. Nur einmal im Jahr brütet die Henne um die zehn Eier aus. Die Küken werden von ihr geführt und sind nach knapp drei Wochen flugfähig.

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Mai: Elche

tauchen aus dem Osten Europas kommend, immer wieder einmal auch in Bayern auf. Ihr natürlicher Lebensraum ist der lockere Mischwald mit hohem Weichholzanteil. Laub, Rinde und Zweige junger Weiden, Aspen und Birken dienen ihnen ebenso als Nahrung wie die Kraut- und Strauchschicht dazwischen. Moose und Flechten werden in Notzeiten auch nicht verschmäht. Dabei darf der Untergrund ruhig nass sein. Bei uns zuwandernde Elche kommen also immer in einen Lebensraum, der ihren Bedürfnissen in keiner Weise entspricht. Außerdem zeigen sie wegen ihrer Größe und Wehrhaftigkeit kein ausgeprägtes Fluchtverhalten, was in der Vergangenheit über kurz oder lang leider immer zu Problemen auf vielbefahrenen Straßen führte.

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Juni: Der Wiedehopf

ist ein seltener Vogel mit auffälligem Federkleid. In Deutschland brüten noch etwa 400 Paare. Als Bewohner offener Landschaften fühlt er sich wohl auf Weideland und Brachflächen. Er liebt Wärme und Trockenheit und braucht als Höhlenbrüter alte Bäume in der Landschaft. Nischen in alten Gemäuern oder Felsspalten taugen ihm auch als Nistplatz. Ab April kehren die Vögel aus ihren afrikanischen Winterquartieren zurück. Die Henne beginnt bereits nach Ablage des ersten Eies zu brüten. Die Küken schlüpfen somit nicht alle gleichzeitig. Die Nahrung erbeutet der Wiedehopf auf dem Boden: Käfer, Spinnen, Raupen, Grillen, Asseln, Tausendfüßler und kleine Wirbeltiere. Die Wildlandstiftung Bayern verwendet ihn als Logo.

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Juli: Die Seeforelle

lebt in kühlen, sauerstoffreichen Alpen und Voralpenseen. Als Kieslaicher muss sie geeignete Laichplätze in Flüssen und Bächen erreichen können. Die Elterntiere ziehen von Oktober bis Dezember die Seezuflüsse hinauf. An kiesigen Stellen schlägt das Weibchen mit dem Schwanz eine Laichgrube, um dann seine Eier darin abzulegen. Die Eier und die schlüpfende Dottersackbrut entwickeln sich in den großen Spalten im Kies. Hier sind sie vor Räubern und starker Strömung geschützt. Die Jungfische wandern später in den See wo sie heranwachsen. Heute kann sich die Seeforelle kaum mehr fortpflanzen. Querbauwerke versperren den Aufstieg zu den Kiesbänken. Diese sind in den riesigen Stauräumen oberhalb der Wehre mit Schlamm überzogen. Durch den Stau sind die Wassertemperaturen erhöht und die Strömung gibt es nicht mehr. 90 % der kieslaichenden Fischarten in Bayern stehen auf der Roten Liste.

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August: Der Mink

oder auch amerikanische Nerz hat über Pelztierfarmen den Weg in unsere Tierwelt gefunden. Er ist kräftiger als unser heimischer Europäischer Nerz, beansprucht den gleichen Lebensraum wie er und hat diesen daraus so gut wie vollständig verdrängt. Wichtig ist für ihn die Nähe zum Wasser. Dort erjagt er als hervorragender Schwimmer und Taucher Fische, die den Großteil seiner Nahrung ausmachen. Er verschmäht aber auch andere Beutetiere nicht. Fischzuchtteiche mit vielen nahezu gleich großen Fischen, die in sein Beuteschema passen, sind ein wahres Schlaraffenland für den Mink. Nahrung im Überfluss ist mitverantwortlich für eine kräftige Vermehrung. Das Verbreitungsgebiet des Minks wächst mit jedem Jungtier weiter.

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September: Der Rothirsch

liebt offenes Land und zwar von der Küste bis ins Gebirge. In Bayern dürfen Rothirsche nur in bestimmten, fest beschriebenen Gebieten leben. Hirsche, die diese „Rotwildgebiete“ während der Jagdzeit auch nur wenige Meter verlassen, müssen bedauerlicherweise erlegt werden. Alte, starke Hirsche sind Einzelgänger und stoßen erst in der Brunftzeit im Herbst zum „Kahlwildrudel“. In diesem stehen das Jahr über Alttiere (jeweils mit oder auch ohne Kalb), weibliche Schmaltiere und männliche Schmalspießer (beides Hirschkälber
aus dem Vorjahr) sowie Kälber beieinander. Angeführt wird dieses Rudel immer von einem erfahrenen Alttier mit Kalb. Jüngere und mittelalte Hirsche bilden vom Kahlwildrudel getrennte, selbstständige Hirschrudel.

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Oktober: Der Aal

ist Rekordhalter unter den Wanderfischen. 7.000 km schwimmt er auf seiner einjährigen Reise vom heimatlichen Fluss zur Sargassosee in der Karibik. Dort laicht er ab und stirbt. Aus den Eiern schlüpfen die Larven, die in etwa drei Jahren mit dem Golfstrom zurück an die Küsten Europas und Nordafrikas wandern. Hier verwandeln sie sich zu durchsichtigen Glasaalen und ziehen dann die Flüsse hinauf, bis in die Heimatgewässer der Eltern. Dort wachsen sie 5 bis 7 Jahre lang heran, bis sie bereit sind, sich fortzupflanzen und wieder abzuwandern. Vor Antritt ihrer Wanderung bilden sie die Verdauungsorgane zurück und vergrößern ihre Augen. Ohne Nahrung aufzunehmen schwimmen sie aus den Gewässern des Landesinneren zur Küste und bis in die Sargassosee. Hier schließt sich der Kreis und die Wanderung beginnt von neuem. Der Aal ist heute vom Aussterben bedroht, denn viele Wasserkraftwerke versperren ihm den Weg in unseren Flüssen.

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Aal Arbeitsblatt 2 WanderverhaltenDownload
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November: Das Schwarzwild

hat in den letzten dreißig Jahren seinen Lebensraum auf nahezu ganz Bayern ausgedehnt. Hauptursache dürfte der günstige Ernährungszustand sein. Eichen und Buchen im Wald tragen viel öfter tonnenweise Früchte als in früheren Jahren. Das könnte eine Folge der veränderten Wetterbedingungen sein. Die landwirtschaftlichen Flächen bieten dem Schwarzwild vom Sommer bis in den Herbst hinein Nahrung im Überfluss – sehr zum Ärger der Bewirtschafter. Wir wissen, dass die Zahl der Frischlinge, die eine Bache bekommt, abhängig ist von ihrem Ernährungszustand. Wahrscheinlich werden die weiblichen Tiere auch deshalb früher fortpflanzungsfähig. Das Bild zeigt einen starken Keiler im Herbst in einem Buchenwald.

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Dezember: Der Sterlet

gehört zur kleinsten Art der Familie der Störe. Er galt bereits als ausgestorben und kommt heute in Bayern vereinzelt wieder in der Donau vor. Stauwehre zerschnitten seine Wege zu Nahrungs- und Laichplätzen, die Regulierung der Flüsse zerstörte seinen Lebensraum. Seine großen Verwandten, wie der Hausen, verbringen als erwachsene Tiere die meiste Zeit im Meer. Um sich fortzupflanzen zogen sie noch vor rund 100 Jahren Flüsse wie die Donau hinauf. Heute sind die großen Störarten in Bayern ausgestorben. Die Sterlets der Donau bleiben das ganze Leben im Süßwasser. Nach der Winterruhe in tiefen Altwasserbereichen ziehen die laichreifen Tiere im Frühjahr weit die Donau und ihre Nebenflüsse hinauf. Mit dem „ Artenhilfsprogramm Sterlet“ versuchen die Fischer geeignete Lebensräume zu schaffen, so dass sich die Sterlets wieder ausbreiten können.

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Titel

Zum Titelbild

Die Nilgans – im Bild ein eine Familie mit Küken – gehört zu den invasiven Tierarten, die aus Wildparks entkommen, dauerhafte und unerwünschte Populationen
in Deutschland gebildet haben. Ihr dominantes Verhalten in den besiedelten Bereichen führt zur Verdrängung heimischer Wasservogelarten.
Nilgänse unterliegen dem Jagdrecht. Sie können und sollen bejagt werden.

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