Der Aitel Arbeitsunterlagen

Der Feldhamster Arbeitsunterlagen

Die Karausche Arbeitsunterlagen

Der Iltis Arbeitsunterlagen

Das Wildschwein Arbeitsunterlagen

Die Wiesenweihe Arbeitsunterlagen

Das Moderlieschen Arbeitsunterlagen

Der Neuntöter Arbeitsunterlagen

Die Wiesenhummel Arbeitsunterlagen

Der Steinbeißer Arbeitsunterlagen

Das Rebhuhn Arbeitsunterlagen

Frohe Weihnachten

Liebe Fischerinnen und Fischer,

ein außergewöhnliches Jahr geht zu Ende, dass uns alle viele Nerven gekostet hat. Beginnend mit den Ausgangsbeschränkungen im Frühling, über einen etwas entspannteren Sommer bis zu den leider wieder besorgniserregenden, aktuellen Corona-Zahlen mit der Konsequenz eines neuerlichen Lockdowns.

Viele Vereine, die Bezirksverbände und auch der Landesverband mussten ihr Vereinsleben herunterfahren. Das Beisammensein in Versammlungen, Stammtischen oder beim Königsfischen war schwierig zu organisieren. Viele Mitgliederversammlungen fielen aus, für wichtige Entscheidungen blieb oft nur der Postweg.

Wir alle machen uns nun Gedanken, wie wir die Weihnachtstage gestalten können, ohne unsere Familien in Gefahr zu bringen. Fragen uns, wie es an den Schulen weiter gehen wird und machen uns womöglich auch Sorgen um unsere Arbeitsplätze.

In dieser Zeit hilft uns hoffentlich, dass wir weiterhin unserer Leidenschaft nachgehen können. Auch der Winter hält schöne und erholsame Stunden am Wasser bereit, zum Beispiel beim Rutten- oder Huchenfischen. Diese Momente können uns Kraft geben für die anstrengenden Pandemiemonate, die noch vor uns liegen dürften. Der Landesfischereiverband wird sich mit Nachdruck dafür einsetzen, dass wir auch in Zeiten des Lockdowns weiter zum Angeln gehen dürfen.

Die Adventszeit ist eine Zeit der Hoffnung. Hoffnung können wir aktuell sehr gut gebrauchen – und wenn wir den Experten glauben dürfen, ist sie auch angebracht. Die Medizin macht Fortschritte bei der Behandlung von Covid-19 und die Impfstoffentwicklung kommt voran. Auch wenn im nächsten Jahr nicht alles wieder sein wird, wie vor der Pandemie, so werden wir doch hoffentlich ein gewisses Maß an Normalität zurückbekommen.

Wir brauchen also Optimismus und davon haben wir Fischer glücklicher Weise eine große Portion. Anders ließe es sich kaum erklären, dass wir einer Leidenschaft nachgehen, die oft genug nicht zum Erfolg führt aber dennoch eine Bereicherung ist.

Wir wünschen eine besinnliche Weihnachtszeit und das nötige Durchhaltevermögen. Wir danken Ihnen für die Unterstützung für unsere Arbeit und freuen uns auf ein Wiedersehen im neuen Jahr!

 

Die Geschäftsstelle des Landesfischereiverbands ist vom 21. Dezember bis zum 4. Januar geschlossen.

 

 

Bild: LFV/Robert Asner

 

 

Fischotter – Rückkehrer mit Problempotenzial

Fischbestände und Teichwirtschaft in Bayern sind durch den Fischotter bedroht

Der Fischotter wurde zu Deutschlands Tier des Jahres ernannt. So erfreulich die Wiederansiedlung des fast ausgerotteten Wasser-Marders in Bayern aus Sicht vieler Naturschützer ist, so problematisch ist sie für zahlreiche hoch gefährdete Fischarten, Amphibien sowie die Teichwirtschaft.

Huchen, Nase, Äsche und zahlreiche weitere Fischarten in Bayern sind stark gefährdet oder vom Aussterben bedroht. Die zunehmende Verbreitung des Fischotters belastet Vorkommen und Verbreitung der heimischen Fische. Gerade jetzt im Winter leiden sie unter dem zunehmenden Fraßdruck durch den Fischotter.

Fischotter haben vom Frühjahr bis zum Herbst in den Teichen der Fischzüchter einen reich gedeckten Tisch gefunden. Der wirtschaftliche Schaden ist enorm und belastet die Teichwirte durch hohe Produktionsverluste (1,1 Millionen Euro gemeldete Schäden im Jahr 2019 laut Bayerischem Landwirtschaftsministerium) und Zusatzkosten für Schutzmaßnahmen.

Gleichzeitig führt das große Futterangebot zu einem überproportionalen Wachstum der Fischotterbestände. Jetzt im Winter sind die meisten Teiche leer oder zugefroren und die Otter suchen in den freien Fließgewässern nach Nahrung – allerdings in einer nicht naturverträglichen Zahl. Das Gleichgewicht ist nachhaltig gestört und die Schäden an den Fischbeständen sind enorm.

„Die Wahl des Fischotters zum Tier des Jahres muss für alle Seiten der Aufruf zu einer ehrlicheren und ergebnisoffenen Diskussion sein“, fordert Prof. Albert Göttle, Präsident des Landesfischereiverbands Bayern. „Artenschutz darf eben nicht an der Wasseroberfläche enden. Wer die Ausbreitung des Fischotters will, muss sich bewusst sein, dass dies zu Lasten anderer geschützter Arten geht, vor allem der Fische. In der Natur sind alle Arten gleichwertig, die einseitige Konzentration auf symbolisch aufgeladene Tiere ist ein Irrweg und bringt die Artenvielfalt nicht gesamtheitlich weiter.“

LFV Vizepräsident für die Berufsfischerei Alfred Stier berichtet als betroffener Teichwirt: „Regional und nachhaltig Fischprodukte erzeugen und gleichzeitig aus Naturschutzgründen alle Prädatoren wie den Otter ungehindert wirken lassen, solches Wunschdenken geht selbst an Weihnachten nicht in Erfüllung. Den Otter stehen unsere bayerischen Familienbetriebe ohne Entnahmemöglichkeiten nicht durch.“

Weiterlesen: Hintergrundinformationen zum Fischotter und seinem Einfluss auf Fischbestände und Teichwirtschaft

Nr. 4, Dezember 2020

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