Schneller zur Tageskarte

Auf Anregung verschiedener Mitgliedsvereine, lud der Landesfischereiverband im vergangenen Jahr zur Diskussionsrunde über das Für und Wider elektronischer Fischereierlaubnisscheine ein. Mit dem Landwirtschaftsministerium als verantwortlicher Stelle einigte man sich anschließend auf eine Testphase, die nun umgesetzt wird. Mit einer Änderung der Ausführungsverordnung zum Fischereigesetz können bereits ab dem 1. September 2018 Erlaubnisscheine in elektronischer Form beantragt und ausgegeben werden. Diese Änderung gilt bis zum 31. August 2021, dann endet vorläufig die Testphase, die bei „Erfolg“ auch dauerhaft im Fischereigesetz verankert werden kann.

Doch bis Fischereivereine tatsächlich loslegen können, muss ein entsprechendes Verfahren konzipiert sein. Wichtig ist in jedem Fall, dass das elektronische Verfahren fälschungssicher und vor Ort kontrollierbar ist. Außerdem darf das vom Landratsamt genehmigte Kontingent an Erlaubnisscheinen nachweisbar nicht überschritten werden.

Das alles muss sowohl durch das Landwirtschaftsministerium, als auch durch den Verband jederzeit überprüft werden können. Selbstverständlich muss auch eine elektronische Version des Erlaubnisscheins den Mindestinhalt einer traditionellen Karte wiedergeben. Vereine sollen sich auch nicht zwischen gedruckten oder digitalen Karten entscheiden müssen, es sollen bei der Kartenausgabe vielmehr auch Kombinationen möglich sein.

Genauere Vorgaben zur Erprobung des elektronischen Erlaubnisscheins sind in einem Ministerialschreiben an die Kreisverwaltungsbehörden ausgearbeitet. Fest steht, dass die Freigabe der Ausgewählten Online-Lösungen für den Verkauf der digitalen Erlaubnisscheine durch durch das Landwirtschaftsministerium und den Landesfischereiverband erfolgen wird. Auch im weiteren Verlauf der Testphase wird durch entsprechende Überprüfung darauf geachtet, dass die Kriterien eingehalten und vor allem nicht mehr Erlaubnisscheine ausgegeben werden, als genehmigt.

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